Depressionen
Wie drückt sich eine Depression aus?
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die unterschiedlichste Beschwerden hervorrufen kann. Einige typische Symptome bei Depressionen sind z. B. Schlafstörungen, traurige Verstimmung, Weinerlichkeit, schlechte Konzentration, Reizbarkeit, Müdigkeit, Suizidgedanken, Appetitmangel, Hoffnungslosigkeit, Gedächtnisstörungen.
Unterschiedliche Formen von Depressionen
Depressionen werden nach dem Klassifikationssystem ICD-10 ("International Statistical Classification of Deseases" der WHO – World Health Organization) in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, z. B.:
- Saisonale Depressionen (z. B. Herbst- oder Winterdepression) können auch als atypische Depressionen auftreten. Die Symptomatik äußert sich u. a. in Form von Appetitsteigerung, einem erhöhten Schlafbedürfnis, Antriebsmangel und Gewichtszunahme. Herbst- oder Winterdepressionen klingen im Frühjahr ab. Von einem bipolaren Verlaufstyp spricht man dann, wenn auf die depressive Phase eine hypomane (gehobene Grundstimmung, gesteigerter Antrieb) folgt.
- Wiederkehrende kurze Depressionen erfüllen zwar nicht das Zeitkriterium (mindestens zwei Wochen andauernd), weisen aber alle Diagnosekriterien einer depressiven Episode auf.
- Von einer Altersdepression wird dann ausgegangen, wenn bei der Patientin oder beim Patient erstmals nach dem 65. Lebensjahr eine Depression auftritt.
Depressionen in Verbindung mit anderen Störungen
Tritt eine Depression in Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen wie Angst, Schmerz oder einer Suchterkrankung auf, wird die Therapie langwieriger und komplexer. Jede dieser Erkrankungen können wiederum eine andere Störung auslösen. Z. B. kann Angst eine Depression auslösen. Aber Depressionen können auch Angst auslösen. Oder chronische Schmerzen können eine Depression auslösen. Hier wird unterschieden zwischen einer primären Depression und einer sekundären Depression. Von einer primären Depression spricht man, wenn davor noch keine andere psychische Störung aufgetreten ist. Eine sekundäre Depression ist die Folge einer bereits vorangegangenen Erkrankung, wie z. B. einer Suchterkrankung, einer Angststörung oder einer Zwangsstörung.