Umgang mit Stress

Grundsätzlich ist kurzfristiger Stress nicht schädlich. Er kann Energien und Kräfte mobilisieren, die uns helfen, selbst schwierige Ziele zu erreichen. Positiv umgesetzter Stress macht uns stärker und hilft uns, in Zukunft gelassener mit ähnlichen Situationen umzugehen.

Dauerhaft Stress ausgesetzt zu sein, macht krank. Er kann sich psychisch und auch physisch bemerkbar machen.  Gereiztheit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Burnout oder ein Gefühl der inneren Leere, Müdigkeitserscheinungen, Appetitlosigkeit oder auch gesteigerter Appetit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit können Anzeichen von negativem Stress sein. Begleitende Gefühle sind mitunter Frustration, Auswegslosigkeit und Verzweiflung.

Wie entsteht negativer Stress?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die langfristig zu negativem Stress führen. Einige davon sind:

  • Ständiger Zeitdruck
  • Eigene Überforderung durch persönliche Denkmuster wie z. B. Perfektionismus oder Ungeduld ("ich muss alles perfekt machen")
  • Chronische Überlastung – es fehlt Zeit für Erholung, Freunde und Lebensfreude
  • Fehlen von sozialer Anerkennung für die persönlichen Leistungen (im Beruf oder im Privatleben)
  • Dauerhafte Belastung durch z. B. Probleme in der Familie, Pflege von kranken Angehörigen
  • Persönliche Einstellung (negative Denkmuster wie z. B. Zukunftsängste)

Einige effektive Methoden zur Stressbewältigung

  • Meditations- und Entspannungsübungen oder auch leichter Ausdauersport
  • Frühzeitiges Erkennen von persönlichen Grenzen – Ausdruck des persönlichen Ärgers und der persönlichen Bedürfnisse
  • Überdenken und abändern von persönlichen Denkmustern (Z. B. "Ich muss alles perfekt machen." "Ich muss es besser machen, sonst enttäusche ich mein Umfeld." "Es könnte doch alles besser sein.")
  • Akzeptieren von gewissen Umständen oder Situationen, die nicht zu ändern sind. Was nicht bedeutet, dass man diese auch gut heißen muss. Nur, sich über etwas ärgern, das nicht zu ändern ist, nützt nichts.
  • Stärken der persönlichen Lebensfreude. Erkennen, dass es neben den negativen Dingen ebenso positive, schöne Momente gibt – achtsam durch's Leben gehen.